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Bertrandt Galerie

Zeitgenössische Kunst aus Polen

Unabhängig von allen Qualitäten und Eigenschaften verkörperte die Malerei immer eine Frage.

Eine Frage nicht nur nach der Natur, ihrer Form oder eigentlich Formen, sondern eher nach dem Platz des Menschen in der Natur und der Natur gegenüber. Jeder ist sich der Unvollkommenheit seines Sehens bewusst, weiß, dass er nicht vermag, nicht im Stande ist, alles zu begreifen.

Bei einem Maler tritt dieses Empfinden potenziert auf, denn je mehr er dies bemerkt, desto mehr weiß er, was er nicht geschafft hat zu sehen, was er nicht sehen kann.

Das Bild soll dieses Gefühl ausfüllen - auch wenn nur zum Teil - die Flüchtigkeit einfangen, ihr Bestand geben, auch wenn ihre Vielheit sich nicht zum Ganzen summiert. Das Bild ist lediglich ein Stückchen der Antwort im Streben nach ihrer Vollständigkeit, obwohl klar ist - schon vorher - das sich die ganze Antwort nicht formulieren lässt. Es ist wie eine Jagd nach dem Horizont, der immer der gleiche ist, immer unerreichbar. Und doch bleibt es immerfort eine Herausforderung, warum sonst würde Paul Cezanne so oft den Berg St. Victoire malen. In dieser Herausforderung steckt jedoch, ganz gleich wie stark das unbezwingbare Bedürfnis alles zu begreifen ist, die Frage nach sich selbst, die Frage, die nicht direkt gestellt wird, aber unvermeidbar ist.

Dr. W. Odorowski

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